An Demenz erkrankte Bewohner gestalten Kunstwerke für Hephatas Neubau

Als es um die Frage ging, wie der erst im Mai eröffnete Neubau des Seniorenzentrums  Hephata  ausgestaltet wird, war allen Beteiligten sofort klar: Das machen wir selbst.“ Tanja Ott, Pflegedienstleiterin des Aschbacher Seniorenzentrums, ist begeistert von der neuen Wandgestaltung.

„Die modernen, hellen und freundlichen Wohnräume sollten nicht durch „Eiche rustikal“ oder  altbackene Bilder von „röhrenden Hirschen“ erdrückt werden.  Und so entstand die Idee, die Bewohner der Einrichtung an der farblichen Ausgestaltung des Bereichs zu beteiligen“, berichtet Anette Forster.

Als Betreuungsassistentin in Hephata nahm sie sich der Sache an und unterstützt demente Bewohner mit einer gezielten Einzelbegleitung bei der Gestaltung wahrer Kunstwerke. Die Motive stehen im Vorfeld nicht fest, sie entstehen allein durch die Fingerfertigkeit und Spontanität der jeweiligen Bewohner. Sie tragen mit Begeisterung Gips auf die Keilrahmen auf, verteilen diesen, bilden eine Struktur mit Spachteln, Schwämmen oder einfach mit den Händen.

„Demente Bewohner hinterfragen nicht: Ist das auch schön genug? Mach ich das richtig? Werden andere mein Bild mögen? Sie machen einfach,  und können ungehemmt kreativ und spontan sein“, erklärt die Fachfrau. Nach der Trocknung des Gipses wird der Keilrahmen in den Wunschfarben der jeweiligen Künstler bemalt.  Farbspritzer und Kleckse  hier und da sind kein Fehler, sondern ausdrücklich erwünscht. So entstehen eindrucksvolle Gebilde – ansprechend und harmonierend mit dem  Farbkonzept des Wohnbereichs.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich diese besonderen Bilder und natürlich auch den Neubau des Seniorenzentrums Hephata im Hohner Weg 10 in Aschbach anzusehen. Infos unter Tel. 09555/8097-0.